Wir sind dabei: Neues Radverkehrskonzept für Rüsselsheim

Wir sind offen für Neues und werden die junge Abteilung für „Mobilität” unterstützen. Vielversprechend und vernünftig ist der Ansatz, den ÖPNV, die Verkehrsplanung, das schulische und betriebliche Mobilitätsmanagement sowie um das gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Main und dem Rüsselsheimer Start-Up Carré Mobility durchgeführte Förderprojekt Mobilitätswerkstatt 2025 zu vernetzen.

Achim Weidner – überzeugter Radfahrer, auch bei Wind und Wetter.

Pressemeldung der Stadt Rüsselsheim zum Radverkehrsprojekt

(01.02.2021) Das Fahrrad hat in den letzten Jahren zunehmend an Zuspruch gewonnen. Doch um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden, muss die vorhandene Radverkehrsinfrastruktur der Stadt Rüsselsheim am Main kontinuierlich verbessert werden. Der Magistrat hat nun dem neuen Radverkehrskonzept zugestimmt, das die Arbeitsgrundlage für die weitere Entwicklung und Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs in Rüsselsheim sein soll. Pandemiebedingt werden die Stadtverordneten die Vorlage erst nach der Kommunalwahl am 14. März beschließen können.

„Mit dem Radverkehrskonzept möchten wir den Anteil des Radverkehrs am städtischen Gesamtverkehr weiter erhöhen. Dafür ist es notwendig, dass der Radverkehr als gleichwertiges Verkehrsmittel gegenüber dem motorisierten Verkehr gesehen wird“, erklärt Baustadtrat Nils Kraft.

Die für Klimaschutz und Mobilitätsentwicklung verantwortliche Dezernentin Marianne Flörsheimer ergänzt: „Ziel ist es, Rüsselsheim von einer Automobilstadt zu einer Mobilitätsstadt weiterzuentwickeln. Nur wenn das Fahrrad eine echte Alternative zum Pkw darstellt und stärker mit anderen Formen der Mobilität verknüpft wird, kann es einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz sowie zur Entlastung des Verkehrssystems leisten“.

Mehr als 300 Maßnahmen für sicheren Radverkehr
Dafür ist im Rahmen des Radverkehrskonzepts auf Grundlage der bestehenden städtischen Verbindungen und Kreisradrouten ein durchgängiges Radverkehrsnetz mit Vorrang- und Verbindungsrouten entwickelt worden, das die Stadtteile sowie die wichtigsten Alltags- und Freizeitziele miteinander verbindet. Das Radverkehrskonzept der Stadt verknüpft dabei an vielen Stellen verschiedene Mobilitätsformen miteinander. „So verlaufen zahlreiche Radrouten entlang wichtiger Haltepunkte des Nahverkehrs. Und gerade für die Kombination von Schiene und Rad haben wir für die zahlreichen Bahnpendlerinnen und -pendler bereits im vergangenen Dezember neue Radabstellanlagen an den Bahnhöfen aufgestellt“, erklärt Vincenzo Trevisan, Leiter der städtischen Abteilung Mobilität.

Insgesamt haben die Mobilitätsplaner der Stadt zusammen mit dem Verkehrsplanungsbüro R+T 303 Maßnahmen entwickelt, die sie abhängig von Sicherheitsaspekten und ihrer Netzbedeutung priorisiert haben. „Dazu zählen kurzfristige Maßnahmen wie Beschilderungen, Markierungen und die Beseitigung von Hindernissen auf Radwegen, mittelfristige Maßnahmen wie Oberflächenverbesserungen, die Herstellung neuer Radwege oder das Einrichten von Fahrradstraßen und die Umgestaltung von Knotenpunkten als langfristige Maßnahme“, wie Sebastian Renner, zuständiger Mitarbeiter der Stadtverwaltung für das Thema Radverkehr, erläutert. Für die Umsetzung aller Maßnahmen ist ein Zeitraum von etwa zehn Jahren vorgesehen, der Finanzbedarf wird auf rund 12,5 Millionen Euro geschätzt. Dafür will die Stadt möglichst viele Fördermittel akquirieren.

Erstes Großprojekt für neue Abteilung „Mobilität“
Entstanden ist das Radverkehrskonzept unter Beteiligung des Unterausschusses Nahmobilität. Miteingeflossen sind erstmalig auch die Anregungen der Rüsselsheimer Bevölkerung und des gesamten Kreises, die durch eine Onlinebefragung ermittelt wurden. „Insgesamt haben wir mit dem Kreis viele Wegebeziehungen gemeinsam gedacht. Dieser über die Stadtgrenzen hinausgehende Blick spiegelt das große Potenzial des Radverkehrs auf Alltags- und Freizeitwegen in der Region wieder“, wie Trevisan betont.   

Die Fortschreibung des Radverkehrskonzepts ist das erste Großprojekt, das unter der Federführung der neu geschaffenen Abteilung „Mobilität“ koordiniert wurde. Diese ist beim Tiefbauamt der Stadt angesiedelt und wird seit dem Sommer 2020 von Vincenzo Trevisan geleitet. Die noch junge Abteilung soll das Thema Mobilität mit all seinen Facetten und Bedürfnissen betrachten. Neben dem Radverkehr kümmern sich Trevisan und seine Mitarbeitenden um die Themen ÖPNV, Verkehrsplanung, schulisches und betriebliches Mobilitätsmanagement sowie um das gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Main und dem Rüsselsheimer Start-Up Carré Mobility durchgeführte Förderprojekt Mobilitätswerkstatt 2025.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Rüsselsheim am Main vom 01.02.2021